[17.03.2026] Die geopolitische Lage im Nahen Osten sorgt aktuell auch in der Kreuzfahrtbranche für Anpassungen. Mehrere Reedereien haben angekündigt, ihre Routenplanung für die Wintersaison 2026/27 anzupassen und vorerst auf Kreuzfahrten in die Golfregion zu verzichten. Für Gäste bedeutet das jedoch keineswegs weniger Auswahl. Im Gegenteil: Viele Reedereien setzen verstärkt auf beliebte Alternativen wie die Kanaren, Madeira, das Mittelmeer oder Fernziele wie die Karibik.
Damit steht vor allem die Planungssicherheit im Fokus. Gleichzeitig entstehen durch die neuen Routen attraktive Optionen für einen entspannten Winterurlaub auf See. Wir von go7seas-Kreuzfahrten informieren Sie im folgenden Artikel über alle Änderungen und Alternativen für Ihre geplante Kreuzfahrt.
Costa Kreuzfahrten: Kanaren und Mittelmeer rücken stärker in den Fokus
Costa Kreuzfahrten hat sein Programm für Herbst und Winter 2026/27 angepasst und setzt verstärkt auf klassische Winterziele im Atlantik und im Mittelmeer. Das Flaggschiff Costa Smeralda wird auf einwöchigen Routen zwischen den Kanarischen Inseln und Madeira unterwegs sein. Die Region zählt dank ihres milden Klimas, der abwechslungsreichen Landschaften und kulturellen Vielfalt zu den beliebtesten Kreuzfahrtzielen im Winter.
Durch die Stationierung eines größeren Schiffs erhöht Costa die Kapazitäten in dieser Region deutlich und baut das Angebot für Gäste weiter aus.
Die ursprünglich ebenfalls für die Kanaren vorgesehene Costa Pacifica wird nach ihrer geplanten Werftzeit stattdessen im westlichen Mittelmeer eingesetzt. Dort sind achttägige Kreuzfahrten sowie längere Reisen nach Südeuropa und Nordafrika geplant. Diese Reiseziele überzeugen gerade in den Wintermonaten mit angenehmen Temperaturen und kulturellen Highlights.
Hintergrund der Anpassung ist die weiterhin schwer einschätzbare Lage im Nahen Osten. Aus diesem Grund werden in der kommenden Wintersaison keine Kreuzfahrten in die Golfregion stattfinden. Auch die geplanten Überführungsfahrten der Costa Smeralda in die und aus den Emiratenentfallen.
Gäste mit entsprechenden Buchungen können auf eine beliebige andere Costa Kreuzfahrt umbuchen und erhalten zusätzlich 200 Euro Bordguthaben pro Kabine. Reisende, die ursprünglich eine Kanaren-Kreuzfahrt mit der Costa Pacifica gebucht hatten, werden automatisch auf die Costa Smeralda umgebucht.
AIDA Cruises: Anpassungen bei AIDAprima – neue Reisen bereits in Planung
Auch AIDA Cruises reagiert auf die aktuelle Situation und nimmt Anpassungen im Winterprogramm 2026/27 vor. Die Reederei hat entschieden, in der kommenden Wintersaison keine Reisen in der Region des Nahen Ostens anzubieten.
Betroffen sind alle Reisen der AIDAprima mit Reisebeginn ab dem 19. Oktober 2026 bis zum 20. Mai 2027. Auch die geplanten Positionierungsfahrten rund um Afrika im Herbst und Frühjahr werden nicht stattfinden. Eine Ausnahme bildet lediglich die Reise „Westeuropa-Highlights ab Hamburg 1“, die Ende Oktober 2026 von Hamburg nach Gran Canaria führt.
Bei Umbuchungen bis zum 10.05.2026 auf eine andere AIDA Reise erhalten Gäste ein Bordguthaben in Höhe von 200 Euro pro Kabine.
Sicherheit und Planungssicherheit stehen im Fokus
Die aktuellen Anpassungen zeigen, dass die Kreuzfahrtbranche frühzeitig auf Entwicklungen reagiert und dabei vor allem die Sicherheit von Gästen und Crew in den Mittelpunkt stellt. Auch wenn die Situation im Nahen Osten weiterhin ungewiss bleibt, sorgen die Reedereien mit alternativen Routen für eine verlässliche Planung und vielfältige Urlaubsmöglichkeiten.
Für Kreuzfahrtgäste bedeutet das: Die Auswahl an attraktiven Winterzielen bleibt groß. Ob Sonne auf den Kanaren, kulturelle Entdeckungen im Mittelmeer oder Fernreisen in die Karibik – für die Wintersaison 2026/27 stehen bereits zahlreiche spannende Alternativen bereit.
Wer bereits eine Reise gebucht hat, profitiert in vielen Fällen von flexiblen Umbuchungsmöglichkeiten und zusätzlichen Vorteilen wie Bordguthaben. Damit bleibt der Traum von einer entspannten Kreuzfahrt auch in einer sich verändernden Weltlage weiterhin gut planbar.